Winterrettung im Kreisverband Brilon

 

DRK-Kreisverband Brilon hat die nördlichste DSV-Skiwacht

Was man sonst nur in den Alpen vermutet, das gibt es auch im deutschen Mittelgebirge: eine Bergwacht. Es ist das größte zusammenhängende Skigebiet nördlich der Alpen und gerade mal etwas mehr als eine Autostunde von Dortmund oder Kassel entfernt – die Wintersportarena Sauerland.

Das größte Skigebiet unter diesem Dach ist das Skiliftkarussell in Winterberg mit:

  • 30 Pisten und über 17 Kilometer Abfahrtslänge
  • Bis auf über 800m über dem Meeresspiegel bringen hier 21 Sessel-, Ski- und Rodellifte die Gäste hoch hinaus.
  • rund 100 Schneetage
  • 70 Schneekanonen

Das Skiliftkarussell ist seit über 20 Jahren schon das Einsatzgebiet der Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und Stützpunkt der Skiwacht des Deutschen Ski Verbandes (DSV)

Aufgaben:

  • Präventionsmaßnahmen für die Sicherheit
  • Versorgung bei Notfällen von Ski- und Rodelfahrern

Webseite Berg- und Skiwacht Winterberg



 

Ein Arbeitstag der Pistenretter

Morgens um 9.00 Uhr beginnt der Arbeitstag der Pistenretter. Dann sind die Hänge noch bestens präpariert und nur wenige Skifahrer wedeln die Hänge hinab. Dann findet die ersten Kontrollfahrt über die Pisten statt.

Ausbildungen der Pistenretter

  • Sanitätsausbildung,
  • Rettungssanitäter
  • Rettungsassistenten.
  • zwei Notärzte engagieren sich ehrenamtlich.

Ein Großteil der Pistenretter hat zusätzlich einen Sommer- und Winterrettungslehrgang der Bergwacht absolviert, so dass selbst die Evakuierung eines Sessellifts kein Problem darstellt.

Teams:

  • 25 aktiven Ski- und Bergwachtler
  • jeden Tag mindestens ein Team aus zwei Leuten,  
    • mit Skiern,
    • Motorschlitten Quad (ATV)

Neueste Errungenschaft ist ein All-Terrain-Vehicel (ATV) oder Quad, das auf Ketten unterwegs ist und so ziemlich jeden Winkel des Skigebiets erreicht.

Die Bergwacht hält über tragbare 4-Meter-Funkgeräte Kontakt zur Leitstelle. Alle Notrufe aus dem Skigebiet gehen über den Notruf 112 bei der Leistelle des Hochsauerlandkreises in Meschede ein. Die Leitstelle alarmiert die Bergwacht und gibt den Einsatzort und das ungefähre Unfallgeschehen weiter. Vor Ort beurteilen die beiden Bergretter die Lage und entscheiden, ob eine weitere Abklärung oder Versorgung im Krankenhaus erforderlich ist.

Ist direkt vor Ort weitere medizinische Hilfe erforderlich, dann alarmieren die Bergretter den Regelrettungsdienst. Und nicht selten braust dann auch die RTW-, NEF- oder sogar RTH-Besatzung samt Notarzt mit dem Motorschlitten auf die Piste, um den Patienten zu versorgen und einen schmerzfreien Abtransport sicher zu stellen.

Wenn sich die Hänge gegen 16.30 Uhr langsam leeren. kehrt allmählich Ruhe im Winterberger Skiliftkarussell ein. Zumindest bis zum nächsten Morgen. An Flutlichtagen dauern die Einsätze bis ca. 22.00 Uhr.